02.06.2009 | Praxisorganisation
Stress lass nach - Entspannung durch bessere Organisation
von Ute Jürgens, www.kommed-coaching.de, Lilienthal
Um mit Stress umzugehen, können Sie Entspannungstechniken erlernen. Eine ebenso sinnvolle Möglichkeit, um sich einen ruhigeren Arbeitsplatz zu schaffen, besteht jedoch im Ändern der Umstände. „Praxisteam professionell“ zeigt Ihnen Schritt für Schritt den Weg zu einer ruhigeren Praxisatmosphäre und einer besseren Praxisorganisation.
Problemfelder identifizieren
Vor jeder Veränderung muss die Analyse der bestehenden Situation stehen. In einer Beobachtungsphase legt daher jede Mitarbeiterin eine Stoffsammlung für sich an, die als Arbeitsgrundlage für die anstehenden Veränderungen dient. Wichtig ist dabei, dass wirklich jeder alles aufschreibt, was er für verbesserungswürdig hält, anstatt selbstständig zu entscheiden, dass eine Veränderung keinen Sinn machen würde. Die folgenden Fragen sollen Ihnen bei der Identifikation der Problemfelder helfen.
Grundsätzliche Fragen
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Gemeinsam nach Lösungen suchen
Nach drei Wochen sollte von jeder Mitarbeiterin und vom Praxisinhaber eine fertige Liste vorliegen. In einer ersten Teamsitzung werden die Listen verglichen und Überschneidungen markiert - sie verdeutlichen die besonderen Brennpunkte. Im Prozess des Vergleichens wird sich durch Gespräche untereinander schnell herausstellen, wo es am meisten brennt.
Beim folgenden Mitarbeitertreffen können dann Lösungsvorschläge gesammelt, eventuell auch schon Beschlüsse gefasst werden. Falls die Listen sehr umfangreich sind, finden mehrere Treffen anstelle einer Mammutsitzung statt. Sollten mehr als fünf Teilnehmer bei den Teamsitzungen erscheinen, sorgen Arbeitsgruppen für eine schnellere Abwicklung, da nicht jedes Teammitglied alle Themen bearbeiten muss. In den Kleingruppen werden dann die drei besten Lösungsvorschläge ausgesucht, nur diese diskutiert hinterher die ganze Gruppe.
Die Lösungsvorschläge werden schriftlich festgehalten und es wird festgelegt, wer was ab bzw. bis wann zu tun hat. Die Leitfrage: „Wer kann´s am besten?“ statt „Wer ist zuständig?“ verhilft oft zu einer besseren Organisation!
Praxistipp: Profitieren Sie von den Ideen Ihrer Kolleginnen aus anderen Praxen und organisieren Sie Stammtische, Kooperationstreffen etc., an denen abwechselnd eine Mitarbeiterin Ihrer Praxis teilnehmen sollte - auf diese Weise ist die Weitergabe der Ideen aus anderen Praxen immer gewährleistet.
Tipps zur besseren Selbstorganisation
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Die genannten Punkte sind so offensichtlich wertvoll, wie sie „ganz einfach“ umzusetzen sind. Und natürlich ist Organisation nicht alles: Eine hohe Kommunikationskompetenz und die Fähigkeit zur Gelassenheit tragen ebenso zu mehr Ruhe, Ausgeglichenheit und neuem Spaß am Beruf bei.