27.08.2009 | Ausbildung
Die neue praktische Abschlussprüfung
Die ersten Abschlussprüfungen für die Medizinischen Fachangestellten (MFA), die nach der neuen Prüfungsordnung durchgeführt wurden, sind vorüber. Die schriftliche und die neu strukturierte praktische Prüfung werden nun gleich hoch bewertet.
Längere Prüfungsdauer
Die Dauer der praktischen Prüfung ist auf (höchstens) 75 Minuten ausgeweitet worden. Die Prüflinge müssen nun nicht mehr einfach und systematisch auf die Fragen des Prüfungsausschusses antworten, sondern sie können sich mit ihren persönlichen Stärken im praktischen Bereich einbringen.
Fiktiver Fall muss bearbeitet werden
Die neuen Prüfungsaufgaben bestehen aus konstruierten Fällen, die im Praxisalltag so oder ähnlich auftreten können. Die Prüflinge sollen diese Aufgaben nun so ausführen, wie sie es im wirklichen Leben auch machen würden. Dabei geht es um korrekte Abläufe und Dokumentationen, aber auch um die Fürsorge dem Patienten gegenüber und den Umgang mit besonderen Situationen. Schade dabei ist, dass die Prüfung nicht als Rollenspiel durchgeführt werden darf, was insbesondere unsicheren und ängstlichen Prüflingen mehr Sicherheit geben würde.
Allerdings gibt die neue Form der praktischen Prüfung solchen Prüflingen, die schriftlich nicht so stark sind, die Chance, ihre Stärken auszuspielen und dadurch ihre Gesamtnote stark zu verbessern. Denn vor allem durch die Vorbereitungszeit hat jede die Möglichkeit, sich kurz vor der Prüfung Notizen zu dem jeweiligen Fall zu machen - das gibt Sicherheit.
Ablauf der praktischen Prüfung
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Fazit: Durch die neue Art der Prüfung werden praktische Fähigkeiten und theoretisches Wissen der zukünftigen MFA kombiniert, Schwächen in einem Bereich können durch den anderen kompensiert werden.