05.01.2026 · Nachricht aus GStB · Organschaft
Die Voraussetzungen für eine ertragsteuerliche Organschaft, dass der Gewinnabführungsvertrag (GAV) auf mindestens fünf Jahre abgeschlossen und während seiner gesamten Geltungsdauer durchgeführt werden muss (§ 14 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 S. 1 KStG), sind auch dann erfüllt, wenn während der erforderlichen Laufzeit die Laufzeit des GAV nach hinten verschoben wird (im Streitfall: statt 2019 bis 2023 auf 2020 bis 2024). Dies gilt jedenfalls dann, wenn keine Anhaltspunkte für eine steuerlich ...
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05.01.2026 · Nachricht aus GStB · Arbeitgeber
Übernimmt ein Arbeitgeber Aufwendungen für die Teilnahme seiner Arbeitnehmer an gesundheitsfördernden Maßnahmen, stellt sich die Frage, ob die übernommenen Kosten als geldwerter Vorteil der Lohnsteuer unterliegen. Das FG Nürnberg (8.5.25, 4 K 438/24; Rev. BFH VI R 9/25) hat entschieden, dass jedenfalls dann steuerbarer Arbeitslohn vorliegt, wenn es sich um eine die individuelle Gesundheitskompetenz des Arbeitnehmers stärkende Maßnahme des Arbeitgebers in Form einer „aktiven ...
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05.01.2026 · Nachricht aus GStB · Außergewöhnliche Belastung
Ozempic ist eigentlich ein Medikament für Menschen mit Diabetes Typ 2. Allerdings hat Ozempic eher Schlagzeilen als „Abnehmspritze“ gemacht. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Ozempic nicht, wenn die Spritzen „nur“ gegen Übergewicht verschrieben werden. Allerdings liegen die privat aufgewendeten Kosten für die Medikamente oft zwischen 300 und 400 EUR pro Monat. Und da stellt sich die Frage, ob diese wenigstens steuerlich als außergewöhnliche Belastung (agB) – nach ...
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05.01.2026 · Fachbeitrag aus GStB · Testamentserrichtung
Das OLG München hatte sich im Erbscheinverfahren damit zu befassen, ob ein sog. Dreizeugentestament wirksam ist, obwohl die Erblasserin das Dokument nicht unterschrieben hatte. Mit Beschluss vom 30.10.25 (33 Wx 174/25 e, Abruf-Nr. 251417 ) stellt das OLG klar, dass das Testament zumindest dann unwirksam ist, wenn die Erblasserin zur Zeit der Abfassung noch in der Lage war, es eigenhändig zu unterschreiben.
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05.01.2026 · Fachbeitrag aus GStB · Erbengemeinschaft
Bei umfangreichen Nachlässen kommt es in der Praxis häufig vor, dass Teilerbauseinandersetzungen stattfinden. Es ist hierbei nicht ungewöhnlich, dass Immobilien in bei den Erben bestehende Strukturen integriert werden oder einem neuen Gesellschaftsmantel zugeführt werden. Der BFH hatte nun zu entscheiden, ob derartige Vorgänge grunderwerbsteuerfrei nach § 3 Nr. 3 GrEStG zu vollziehen sind (BFH 4.6.25, II R 42/21, Abruf-Nr. 250889 ).
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05.01.2026 · Fachbeitrag aus GStB · Umwandlungssteuerrecht
Mit § 24 Abs. 5 UmwStG existiert eine Missbrauchsvermeidungsregelung, die man schwerlich als gelungen bezeichnen kann und die in der Praxis immer wieder zu Anwendungsproblemen führt. Die Vorschrift sieht eine Anwendung von § 22 Abs. 2, 3 und 5 bis 7 UmwStG vor, soweit Anteile an einer Körperschaft nach § 24 Abs. 1 UmwStG zu Buch- oder Zwischenwerten in eine Personengesellschaft eingebracht werden und die eingebrachten Anteile durch die übernehmende Personengesellschaft veräußert ...
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05.01.2026 · Fachbeitrag aus GStB · Vermietung
Wenn der Vermieter eine Wohnung für seinen Mieter behindertengerecht gestaltet, führt eine dadurch bedingte Mieterhöhung beim Mieter zu einer außergewöhnlichen Belastung (agB). Ist der Vermieter eine GmbH, an der der Mieter beteiligt ist, führt eine – trotz Umbaus – unterbliebene Mieterhöhung zwar zu einer verdeckten Gewinnausschüttung. Im Gegenzug gilt aber: Ersparte Mietaufwendungen, die beim Gesellschafter zu einer verdeckten Gewinnausschüttung führen, können insoweit als agB ...
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05.01.2026 · Fachbeitrag aus GStB · Doppelte Haushaltsführung
Die Aufwendungen für eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung sind steuerlich bekanntlich als Werbungskosten abziehbar. Unterkunftskosten im Inland sind dabei auf 1.000 EUR pro Monat gedeckelt. Doch Vorsicht: Wer die Kosten geltend macht, muss auch selbst den Mietvertrag über die Zweitwohnung abgeschlossen und die Miete gezahlt haben. Es ist steuerlich schädlich, wenn nicht der Ehegatte, der auswärts arbeitet, den Mietvertrag abgeschlossen hat, sondern der Ehepartner, der zu ...
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05.01.2026 · Fachbeitrag aus GStB · Unternehmenssteuerrecht
Das sog. Treuhandmodell hat sich in der nationalen Gestaltungsberatung etabliert. Es ist durch die BFH-Rechtsprechung zur gewerbesteuerlichen Transparenz der Treuhand-KG anerkannt (BFH 3.2.10, IV R 26/07, BStBl II 10, 751; 6.6.19, IV R 34/16, BFH/NV 19, 1078). Im Treuhandmodell wird eine Tochterpersonengesellschaft im Ergebnis wie eine gewerbesteuerliche Betriebsstätte behandelt, sodass die Besteuerungsfolgen mit denen einer gewerbesteuerlichen Organschaft vergleichbar sind. Auch im Bereich ...
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05.01.2026 · Fachbeitrag aus GStB · Vermietung und Verpachtung
Ein Mietvertrag ist grundsätzlich kein steuerlich unbeachtliches Scheingeschäft, wenn der Mieter-Ehegatte die Miete von seinem betrieblichen Konto auf ein dem Vermieter-Ehegatten allein zuzurechnendes Mietkonto überweist und zuvor oder anschließend Einlagen von einem Konto mit den gemeinschaftlich erwirtschafteten Einnahmen und Ersparnissen der Ehegatten auf das betriebliche Konto des Mieter-Ehegatten geleistet werden (BFH 22.7.25, VIII R 23/23, Abruf-Nr. 249909 ).
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